Dr. phil. Marion Mangelsdorf

 

„we didn’t cross the border, the border crossed us!“
Chicana/o Slogan

 

An (Diskurs-)Räumen zwischen den Kulturen, Geschlechtern, Genre und Fachdisziplinen bin ich interessiert; an „Grenzereignissen“, wie es die Filmemacherin, Schriftstellerin und Ethnographin Trinh T. Minh-ha bezeichnet. In meinen Tätigkeiten erforsche ich Grenzen, die selbstverständlich zu sein scheinen: sei es zwischen Männern und Frauen, Menschen und Tieren, Natur- und Kulturwissenschaften oder Wissenschaft und Kunst. Wie haben sich diese Gegenüberstellungen historisch und kulturell ausgestaltet? Wie kann für die damit verbundenen Ein- und Ausschlüsse sowie Hierarchisierungen sensibilisiert werden? In meiner Vita zeichnet sich ab, dass ich bestrebt bin, Polarisierungen aufzuheben:

1993 beendete ich mein Studium der Malerei und Kunst-/Medienpädagogik mit einer philosophischen Diplomarbeit zum Thema: „Wie vernünftig geht es in der Geschichte zu? Aspekte einer postmodernen Geschichtsmetaphysik“ bei Prof. Dr. Rainer Rotermundt, Fachhochschule Düsseldorf. Als Kulturpädagogin arbeitete ich in Düsseldorf, München und Leipzig. An diese Erfahrungen anschließend organisierte ich von 2007-13 den „Kulturraum ArsMemoriae“ im Alten Schulhaus Vogelbach in der ländichen Peripherie des Dreiländerecks zwischen Basel und Freiburg.

Meinen akademischen Werdegang nahm ich an der Freien Universität zu Berlin und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg auf, wo ich Philosophie, Soziologie und Kulturwissenschaften studierte. 2006 absolvierte ich schließlich meine Promotion bei Prof. Dr. Gerburg Treusch-Dieter in der Kultursoziologie an der Freien Universität zu Berlin mit dem Thema: „Wolfsprojektionen: Wer säugt wen? Von der Ankunft der Wölfe in der Technoscience“. Parallel habe ich 1998 das „Zentrum für Anthropologie und Gender Studies“ (ZAG) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mitbegründet. Dort bin ich inzwischen als Geschäftsführerin der Freiburger Gender Studies und im Universitätsrat der Freiburger Universität tätig.

Als Mitglied der Forschergruppe „MBody. Künstlerische Forschung in Medien, Somatik, Tanz und Philosophie“ verfolge ich ethnograpfische und poshumanistische Ansätze. Meine inter- und transdisziplinäre Lehre und Forschung entwickelt sich zumeist im ‚Da-zwischen‘ von Kultur-/Medien-/Umweltwissenschaften, Kunst und künstlerischer Forschung. Ich bin an Transferwissen sowie partizipativen Methoden interessiert, um Kulturdialoge und Dialogkulturen auf Augenhöhe zu befördern.

 

Akademischer Lebenslauf
Nonlinearer Lebenslauf